Diabetes Typ 2 Ernährung – diese Tipps sollten Sie beachten
Die Ernährung spielt bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes eine wichtige Rolle. Die Notwendigkeit von Medikamenten zu Beginn der Erkrankung kann durch eine Umstellung der Ernährung und ausreichend Bewegung vermieden werden. Davon profitieren vor allem Typ-2-Diabetiker, die übergewichtig sind. Denn bei Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen weniger empfindlich auf Insulin. Damit sich das Hormon auf den Stoffwechsel auswirken kann, muss der Körper daher mehr davon produzieren. Diese kontinuierliche Produktion kann mit der Zeit die Bauchspeicheldrüse schädigen. Der Blutzuckerspiegel steigt dann infolge der unzureichenden Insulinproduktion an. Eine Gewichtsabnahme kann daher eine gute Wirkung auf die Insulinresistenz haben.
Wie ist der Zusammenhang zwischen Ernährung und Blutzucker?
Vor allem Kohlenhydrate aus den Mahlzeiten wirken sich auf den Blutzuckerspiegel aus. Der Blutzuckerspiegel steigt durch die Aufspaltung der Kohlenhydrate in Zucker im Verdauungsprozess an. Anschließend transportiert das (körpereigene oder verabreichte) Insulin den Zucker in die Zellen, wo er in Energie umgewandelt wird, wodurch der Blutzuckerspiegel wieder sinkt.
Insbesondere einige kohlenhydratreiche Lebensmittel erhöhen den Blutzuckerspiegel. Zuckerhaltige Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel wie Weißbrot und Pommes Frites sind nur einige Beispiele dafür. Im Gegensatz dazu brauchen weniger verarbeitete, ballaststoffreiche Lebensmittel wie frisches Gemüse, Vollkornprodukte und ungezuckerte Lebensmittel länger, um verdaut zu werden. Infolgedessen steigt der Blutzuckerspiegel weniger abrupt und allmählich an. Außerdem werden dadurch erhebliche Veränderungen des Blutzuckerspiegels verhindert.
Beziehen Sie Kohlenhydrate richtig ein
Kohlenhydrate sind neben Fett und Eiweiß eine der wichtigsten Energiequellen für den menschlichen Körper. Nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft können Menschen mit Diabetes dennoch Kohlenhydrate zu sich nehmen, die 45 bis 60 Prozent der Gesamtenergie ausmachen können.
Eine kohlenhydratarme Ernährung kann jedoch für Typ-2-Diabetiker hilfreich sein, die ihre Blutzuckerzielwerte nicht erreichen. In diesem Fall sollten nur etwa 26 bis 45 Prozent der Gesamtenergiezufuhr aus Kohlenhydraten stammen. Eine langfristige Einschränkung der Ernährung ist jedoch nicht ratsam, da dies zu Anzeichen von Unterernährung führen kann.
Fünf Tipps für Ihre Ernährung bei Diabetes Typ 2
- Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung, um sicherzustellen, dass Sie alle benötigten Nährstoffe zu sich nehmen. Gemüse, Obst und Getreide aus Pflanzen sind dafür am besten geeignet, weil sie wenig Kalorien haben, und dennoch wichtige Vitamine, Ballaststoffe und Nährstoffe liefern!
- Produkte aus Vollkorn bieten Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Sie werden sich auch danach noch satt fühlen. Vollkornmehl gibt es nicht nur in Brot, sondern auch in Reis-, Nudel- und Backmehlsorten.
- Nehmen Sie wenig Salz und Zucker zu sich: Zucker bietet zwar wenig Nährstoffe, enthält aber viele unnötige Kalorien. Das Gleiche gilt für Salz: Der Verzehr von mehr als sechs Gramm pro Tag birgt Gesundheitsrisiken.
- Trinken Sie ausreichend: Die empfohlene tägliche Flüssigkeitszufuhr für Erwachsene beträgt 1,5 Liter, vorzugsweise Wasser oder ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee. Alkohol kann sich negativ auf den Blutzuckerspiegel auswirken, seien Sie also vorsichtig!
- Nehmen Sie gesunde Fette zu sich: Fettiger Fisch, Nüsse, Margarine, Pflanzenöle und Margarine liefern essenzielle Fettsäuren und Vitamine.
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