Gesundes Altern – wie ist das möglich?
Jeder möchte ein langes, gesundes Leben führen. Die Frage ist nicht nur, wie alt man wird, sondern vielmehr, wie man altert. Kann der gewünschte Lebensstandard aufrechterhalten werden? Ist es möglich, bis ins hohe Alter unabhängig und aktiv zu sein? Oder ist man in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, von Krankheit betroffen und pflegebedürftig?
Das Altern wird auch davon beeinflusst, wie man mit altersbedingten Veränderungen umgeht und wie die Gesellschaft das Alter sieht. So kann ein gesundes Altern ohne Beeinträchtigung durch ungünstige Stereotypen und vereinfachte, starre Vorstellungen (wie „alte Menschen sind schwach“) stattfinden. Auch die Sichtweise der Gesellschaft auf das Älterwerden kann sich verbessern.
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um gesund alt zu werden?
Das persönliche Verhalten, die erworbenen Fähigkeiten und das Wissen, aber auch die allgemeine Situation und die gesellschaftlichen Umstände beeinflussen, wie gesund man altert. Auch vererbte Eigenschaften gehören zu den Variablen, die die Gesundheit beeinflussen.
Nicht jeder hat die gleichen Möglichkeiten und Chancen, einen gesunden Lebensstil im Alter zu etablieren. Das Lebensumfeld eines jeden Menschen enthält eine einzigartige Reihe von „Ressourcen“ oder „Kapitalien“, die gesundes Altern in größerem oder eben geringerem Maß ermöglichen. Diese bestehen aus:
- Einkommen, Besitztümer, Schulden, Lebensstil: Die Gesundheit wird in allen Lebensphasen durch das „ökonomische Kapital“ einer Person beeinflusst, insbesondere aber im Alter, z. B. durch die Fähigkeit, Behandlungen zu bezahlen. Ein schlechterer Gesundheitszustand korreliert mit Armut und geringem Einkommen.
- Bildung und familiäre Sozialisation (Einstellungen zum Lebensstil, Wissen und andere Fähigkeiten): Sie wirken sich als „kulturelles Kapital“ auf die Gesundheitskompetenz einer Person aus. Geringe Gesundheitskompetenz und schlechter Gesundheitszustand sind häufig mit einem niedrigen Bildungsniveau verbunden.
- Körperliches und geistiges Wohlbefinden: Das „Gesundheitskapital“ ist für ältere Menschen entscheidend. Mobilität, soziale Interaktion, Pflegebedürftigkeit und nicht zuletzt die Lebensqualität im Alter werden davon beeinflusst.
- Familie, Freunde, Nachbarn etc.: Dies sind Beispiele für soziale Interaktionen, Kontakte und Teilhabe, die das „soziale Kapital“ ausmachen, das die Gesundheit durch Anerkennung, Unterstützung usw. verbessern kann.
Bleiben Sie körperlich aktiv für mehr Gesundheit im Alter
Neben biologischen Faktoren hat Inaktivität einen erheblichen Einfluss auf den Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit im Alter. Menschen, die sich unzureichend bewegen, altern schneller als solche, die sich regelmäßig und vor allem lebenslang körperlich betätigen. Durch gezieltes Training und die Nutzung regelmäßiger Bewegungsmöglichkeiten (z. B. Gehen oder Treppensteigen) können Mobilität, körperliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit bis ins hohe Alter erhalten und verbessert werden.
Achten Sie ebenfalls auf geistige Gesundheit – altern ohne „alt“ zu werden
Der Verlust von sozialen und beruflichen Kontakten oder von Gedächtnisfunktionen wird häufig mit dem Älterwerden in Verbindung gebracht. Trotz der körperlichen Veränderungen können Menschen auch „wachsen“, sich weiterentwickeln und Neues lernen, vor allem wenn sie älter werden. Außerdem verfügen sie über etwas sehr Wertvolles: Lebenserfahrung. Es ist entscheidend, die geistige Fitness zu erhalten. Die Lebenszufriedenheit wird durch geistige Aktivität positiv beeinflusst, was ebenfalls eine entscheidende Komponente des Rahmens für ein gutes Altern ist.
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